Freizeit und Freizeitstress
Wenn ein langer und anstrengender Arbeitstag zu Ende geht, sehnen sich viele Menschen einfach nur noch nach Erholung – ein wenig freie Zeit ohne den Fingerzeig des Vorgesetzten oder weitere Aufträge und Verpflichtungen: Freizeit. Nicht wenige möchten dementsprechend nach Feierabend nur noch auf ihre Couch. Andere hingegen suchen sich aktiv einen Ausgleich zum harten Arbeitsalltag und gehen diesem Hobby immer nach, wenn ihnen Zeit bleibt.
Sehr häufig stellen Hobbys einen direkten Gegensatz zum eigenen Beruf dar – verständlich, denn schließlich möchte man nicht in der Freizeit noch das selbe machen, was einem auf der Arbeit an den Kräften zehrt. So findet man den ständig unter Termindruck stehenden Vertreter beispielsweise bei einer vergleichsweise „zeitlosen“ Tätigkeit, wie dem Modellbau oder dem Sammeln von Münzen. Der Bürokaufmann hingegen sucht vielleicht eher eine sportliche Betätigung wie Tennis oder Joggen, um das lange Sitzen im Büro auszugleichen, wohin gegen die Verkäuferin beispielsweise in einem kreativen Hobby Entspannung sucht.
Natürlich gibt es auch die andere Seite der Medaille – da schraubt der Automechaniker auch noch in seiner Freizeit an Autos herum und geht vielleicht mit Freunden auf Rennstrecken. Auch das ist nicht unüblich, aber wohl nur dann der Fall, wenn man seine Arbeit sehr liebt und in ihr „aufgeht“.
Wichtig ist in jedem Fall, dass das Hobby dem Einzelnen einen gesunden Ausgleich verschafft. Dann wirkt sich das Hobby positiv auf die seelische und körperliche Verfassung eines Menschen aus. Leider jedoch befinden sich heute immer mehr Menschen auch in ihrer Freizeit unter Termindruck. Aus Sorge, nicht genügend Ausgleich zu bekommen, verrennt sich mancher in die Vorstellung, dass er möglichst viel in seiner freien Zeit erleben müsse, um entspannt aus dem Wochenende wieder zum Alltag zurück zu kehren. Dies ist jedoch ein Trugschluss, da auf diesem Weg die positiven Aspekte der Freizeit der erneuten Anspannung weichen. Der Erholungseffekt sinkt automatisch auf „Null“.
Dem entsprechend sollte man sich in seiner Freizeit stets ein wenig Freiraum erhalten, ein wenig Zeit, die man ganz bewusst nicht verplant sondern lieber in Ruhe mit sich selbst oder den nächst stehenden Personen, also der Familie oder dem Partner, verbringt. Ganz ohne Druck sich selbst ein wenig Zeit verschaffen, freie Zeit – eben Freizeit!